Das Leergut-Problem: Wie man Hin- und Rücklogistik gleichzeitig plant

Roter Lieferwagen mit leeren Glasflaschen in Holzkisten vor deutscher Bäckerei, Fahrer lädt frische Brotkisten

Das Leergut-Problem ist eine der größten Herausforderungen im Verteilerverkehr: LKW fahren mit voller Ladung zum Kunden, kehren aber oft leer oder nur teilweise beladen zurück. Diese ineffiziente Rücklogistik verursacht unnötige Kilometer, erhöht die CO2-Emissionen und treibt die Transportkosten in die Höhe. Die Lösung liegt in der integrierten Planung von Hin- und Rücklogistik, bei der bereits bei der Tourenplanung berücksichtigt wird, welches Leergut auf der Rücktour mitgenommen werden kann.

Warum kostet unkoordinierte Leergut-Logistik mehr als Sie denken?

Jede Leerfahrt verschwendet nicht nur Treibstoff und Arbeitszeit, sondern belastet auch die Kundenkalkulation erheblich. In der Getränkelogistik beispielsweise können die Transportkosten pro Kiste um bis zu 30 Prozent steigen, wenn Leergut nicht systematisch in die Tourenplanung einbezogen wird. Die versteckten Kosten entstehen durch zusätzliche Fahrten, längere Arbeitszeiten und ineffiziente Fahrzeugauslastung. Moderne Tourenplanungssoftware berechnet bereits vor der Auslieferung, welche Leergutmengen auf welcher Route optimal mitgenommen werden können, wodurch sich die Anzahl der benötigten Fahrten deutlich reduziert.

Was signalisiert eine hohe Leerfahrt-Quote über Ihre Logistikprozesse?

Eine Leerfahrt-Quote von über 20 Prozent deutet auf systematische Probleme in der Logistikplanung hin. Dies zeigt, dass Hin- und Rücklogistik getrennt betrachtet werden, anstatt als integriertes System zu funktionieren. Besonders in der Textilservice-Branche, wo saubere Wäsche geliefert und schmutzige Wäsche abgeholt wird, führt fehlende Koordination zu unwirtschaftlichen Doppelfahrten. Der erste Schritt zur Optimierung ist die Implementierung einer Telematik-Lösung, die historische Leergutdaten analysiert und daraus Planwerte für zukünftige Touren ableitet.

Was ist das Leergut-Problem in der Logistik?

Das Leergut-Problem beschreibt die Herausforderung, dass LKW-Flotten nach der Auslieferung von Vollgut oft mit leeren oder nur teilweise beladenen Fahrzeugen zum Depot zurückkehren. Besonders betroffen sind Branchen wie Getränkelogistik, Textilservice und Recycling, wo systematisch Behälter, Container oder Verpackungen zurückgeführt werden müssen.

In der Getränkelogistik entstehen täglich Leergut-Mengen durch Kästen, Fässer und Pfandflaschen, die vom Kunden zurückgenommen werden müssen. Ohne koordinierte Planung führt dies zu separaten Abholfahrten oder zu LKW, die nur zur Hälfte ausgelastet zurückfahren. Ähnlich verhält es sich im Textilservice, wo die Belieferung von Hotels und Restaurants mit Frischwäsche gleichzeitig die Abholung der Schmutzwäsche erfordert.

Das Problem verschärft sich durch schwankende Leergut-Mengen. Während die Vollgut-Lieferung planbar ist, variieren die Rückholmengen je nach Saison, Kundenbetrieb und Lagerkapazitäten beim Empfänger. Diese Unvorhersagbarkeit macht eine effiziente Fahrzeugauslastung ohne digitale Unterstützung nahezu unmöglich.

Warum ist die gleichzeitige Planung von Hin- und Rücklogistik so wichtig?

Die integrierte Planung von Hin- und Rücklogistik reduziert nicht nur die gefahrenen Kilometer, sondern optimiert auch die Fahrzeugauslastung und senkt die Kosten pro Transporteinheit erheblich. Getrennte Planungsprozesse führen zu Ineffizienzen, die sich direkt auf die Kundenkalkulation auswirken.

Bei der separaten Betrachtung von Hin- und Rücklogistik entstehen mehrere Kostentreiber: Erstens erhöhen sich die Leerfahrten, da Fahrzeuge ohne Rückfracht zum Depot zurückkehren. Zweitens werden zusätzliche Fahrzeuge und Fahrer für reine Abholtouren benötigt. Drittens steigen die Mautkosten, da mehr Kilometer auf mautpflichtigen Strecken gefahren werden.

Die gleichzeitige Planung ermöglicht es, Routenoptimierung so durchzuführen, dass bei jedem Kundenstopp sowohl die Auslieferung als auch die Rückholung berücksichtigt wird. Moderne Systeme nutzen maschinelles Lernen, um aus Vergangenheitswerten und Auslastungsplanungen der Kunden realistische Planwerte für die Rückholung zu ermitteln. Dies führt zu einer deutlich besseren Fahrzeugauslastung und reduzierten Transportkosten.

Wie funktioniert die integrierte Tourenplanung für Leergut-Transport?

Die integrierte Tourenplanung für Leergut-Transport basiert auf der Kombination von Auftragsdaten, historischen Leergut-Mengen und intelligenten Algorithmen, die sowohl Vollgut-Lieferungen als auch Leergut-Rückholungen in einem Planungsprozess optimieren.

Der Planungsprozess beginnt mit der Erfassung der Auftragsdaten aus dem Warenwirtschaftssystem über JSON/REST-Schnittstellen. Gleichzeitig werden historische Leergut-Daten analysiert, um für jeden Kunden realistische Rückholmengen zu prognostizieren. Bei Recyclingbetrieben können zusätzlich Füllstandssensoren an Großbehältern und Containern eingesetzt werden, um die tatsächlichen Abholmengen vorab zu ermitteln.

Die Tourenoptimierung berücksichtigt dann mehrere Faktoren gleichzeitig: die Kapazität des LKW für Vollgut, den verfügbaren Platz für Leergut auf der Rücktour, die Zeitfenster der Kunden und die optimale Reihenfolge der Stopps. Besonders wichtig ist dabei die Dokumentation der Voll- und Leergutmengen durch Barcode- oder RFID-Systeme, um präzise Daten für zukünftige Planungen zu erhalten.

Bei der Großbäckerei beispielsweise wird die Auslieferung von Backwaren in E1-Behältern so geplant, dass gleichzeitig die leeren Behälter vom Vortag mitgenommen werden können. Die genaue Dokumentation dieser Mengen erfolgt über Scanner-Systeme und fließt direkt in das Leergut-Konto ein.

Welche Telematik-Technologien unterstützen die Leergut-Logistik?

Moderne Telematik-Systeme für die Leergut-Logistik kombinieren GPS-Tracking, mobile Datenerfassung und Cloud-basierte Optimierungsalgorithmen zu einer integrierten Lösung, die sowohl die Tourenplanung als auch die Dokumentation automatisiert.

Das Herzstück bilden speziell für Nutzfahrzeuge entwickelte Tablet-Computer in verschiedenen Größen, die je nach Anwendungszweck von 5 bis 8 Zoll variieren. Diese Tablets ermöglichen es dem Fahrer, sowohl Vollgut-Lieferungen als auch Leergut-Rückholungen digital zu dokumentieren. Über Barcode-Scanner oder RFID-Systeme werden die Mengen exakt erfasst und in Echtzeit an das Cloud-System übertragen.

Für die Optimierung der Leergut-Logistik sind besonders Füllstandssensoren relevant, die bei Recyclingbetrieben an Großbehältern und Containern installiert werden. Diese Sensoren melden dem Server vorab die aktuellen Füllstände, sodass die Tourenplanung nur die Container berücksichtigt, die tatsächlich geleert werden müssen. Dies reduziert unnötige Anfahrten und optimiert die Fahrzeugauslastung.

Die Integration erfolgt über moderne JSON/REST-Schnittstellen zu verschiedenen Warenwirtschaftssystemen. Bei Getränkefachgroßhändlern beispielsweise werden die Auftragsdaten automatisch aus Systemen wie ORGA-SOFT übernommen, während gleichzeitig die Leergut-Mengen vom Tablet erfasst und für die nächste Tourenplanung berücksichtigt werden.

Wie viel Kosten lassen sich durch optimierte Leergut-Logistik einsparen?

Durch die systematische Optimierung der Leergut-Logistik lassen sich die Transportkosten pro Einheit um 15 bis 25 Prozent reduzieren, wobei gleichzeitig die CO2-Emissionen und die Arbeitszeit der Fahrer sinken.

Die Kosteneinsparungen entstehen durch mehrere Faktoren: Erstens reduziert sich die Anzahl der benötigten Fahrzeuge, da durch bessere Auslastung weniger LKW für die gleiche Transportleistung benötigt werden. In der Praxis bedeutet dies, dass Unternehmen mit gleicher Transportmenge mit 10 bis 15 Prozent weniger Fahrzeugen auskommen können.

Zweitens sinken die Treibstoffkosten erheblich, da Leerfahrten minimiert werden. Unternehmen berichten von Einsparungen bei den Kraftstoffkosten um 5 Prozent pro Jahr allein durch die optimierte Leergut-Logistik. Zusätzlich reduzieren sich die Mautkosten, da weniger Kilometer auf mautpflichtigen Strecken gefahren werden.

Drittens führt die bessere Tourenplanung zu einer Reduzierung der Überstunden um bis zu 10 Prozent pro Jahr, da die Fahrer durch optimierte Routen und koordinierte Leergut-Abholung effizienter arbeiten können. Die Dokumentation der Leergut-Mengen über Telematik-Systeme reduziert außerdem den Verwaltungsaufwand erheblich.

Besonders deutlich werden die Einsparungen in der Getränkelogistik: Hier können durch integrierte Tourenplanung die Kosten pro Transporteinheit um mehr als 15 Prozent gesenkt werden, während gleichzeitig die Kundenzufriedenheit durch pünktlichere Lieferungen steigt.

Wie SATLOG GmbH bei der Leergut-Logistik hilft

SATLOG GmbH bietet eine integrierte Cloud-Lösung für die optimierte Leergut-Logistik, die Tourenplanung, Telematik und Controlling in einem System vereint. Unsere Lösung berücksichtigt bereits bei der Tourenoptimierung die erwarteten Leergut-Mengen und plant Hin- und Rücklogistik als integriertes System.

Unsere Leistungen umfassen:

  • Vollautomatische Tourenoptimierung, die Vollgut-Lieferungen und Leergut-Rückholungen gleichzeitig plant
  • Speziell für Nutzfahrzeuge entwickelte Tablet-Computer zur digitalen Dokumentation von Voll- und Leergutmengen
  • Integration in bestehende Warenwirtschaftssysteme über moderne JSON/REST-Schnittstellen innerhalb von 2-3 Arbeitstagen
  • Cloud-basiertes Controlling zur Analyse der Transportkosten pro Einheit und Identifikation von Optimierungspotenzialen
  • Maschinelles Lernen zur Prognose von Leergut-Mengen basierend auf historischen Daten

Mit über 25 Jahren Erfahrung in der Logistikoptimierung und bewährten Lösungen für Getränkelogistik, Textilservice und Recyclingbetriebe reduzieren wir Ihre Transportkosten nachweisbar um mehr als 15 Prozent. Die monatlichen Kosten von etwa 20 Euro pro LKW amortisieren sich bereits im ersten Monat durch die Kosteneinsparungen.

Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Analyse Ihrer Leergut-Logistik und erfahren Sie, wie Sie durch integrierte Tourenplanung Ihre Transporteffizienz steigern können.

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