Über 15 Prozent Effizienzsteigerung kann der Lebensmittel-Großhändler Fripa durch die Optimierung des Fuhrparks mit Satlog verbuchen. Die Unternehmen sehen dies auch als Erfolg ihrer langjährigen Zusammenarbeit.
Seit über 15 Jahren setzt die Fripa GmbH aus Bensheim auf die Partnerschaft mit der Satlog GmbH, die ein automatisiertes Fuhrparkcontrolling auf der Basis von Tourenoptimierung mit Telematik als Service bereitstellt. Im kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) wurde der Fuhrpark fortlaufend digitalisiert. Das Ergebnis: Fripa realisiert signifikante Effizienzgewinne pro 100 Kilogramm Ladung von über 15 Prozent.
Gezielte Steuerung statt starrer Abläufe
Die Frischelogistik steht unter hohem Kostendruck. Fripa begegnet dem mit einer agilen Disposition: Der Fahrzeugeinsatz wird flexibel an das tägliche Aufkommen angepasst. Ein Mix aus großen und kleinen Fahrzeugen wird exakt an den Bedarf angepasst. Zudem erfolgt fallweise eine Optimierung über alle Touren hinweg, um Rahmentouren agil zu modifizieren. Dies führt zu höherer Fahrzeugauslastung und weniger Leerkilometern, unterstützt durch ein präzises Temperatur- und Dieselmanagement.
Entlastung im Fahrerhaus
Moderne Satlog-Tablets bündeln im Fahrzeug alle Funktionen von der Navigation bis zur permanenten Statusüberwachung und Übermittlung der Ankunftszeit. Die Anbindung an die Rückfahrkamera ist ebenfalls integriert. Fahrer erfassen Ladungsträger wie E1-Kisten oder Tausch-Rollbehälter direkt digital, was die Daten medienbruchfrei ins Warenwirtschaftssystem überträgt. Dies entlastet die Administration und sorgt für Transparenz auf dem digitalen Leergut-Konto. Die permanente Übersicht auf der digitalen Karte ermöglicht zudem schnelle Reaktionen bei Verzögerungen im Straßenverkehr.
Lückenlose Kühlkette und Nachhaltigkeit
Das integrierte Telematiksystem sichert eine lückenlose Dokumentation der geschlossenen Kühlkette und unterstützt die Einhaltung der Frische-Standards. Gepaart mit einer verlässlichen Tourenabwicklung hebt dies die Lieferqualität auf ein neues Niveau, berichten die Partner. Die optimierte Routenführung schont zudem Ressourcen: Die Verringerung des Kraftstoffverbrauchs führt zu einer nachhaltigen Reduzierung der CO₂-Emissionen – ein zentraler Vorteil für die Umwelt und die Klimabilanz der Kunden.
Gemeinsame Analyse mit dem »Inspector«
Nach jeder Tour generiert das System eine fundierte Kundenkostenanalyse und Scorecards. Eine Schlüsselrolle für den KVP nimmt das Modul »Inspector« ein: Direkt auf dem Tablet erfasste Kundenkommentare und Fotos von den Abladebedingungen fließen nahtlos hierhin zurück. Disposition und Fahrer analysieren diese Vor-Ort-Details sowie Abweichungen bei Kilometern oder Standzeiten partnerschaftlich auf Augenhöhe. Dieses Feedback fördert das gemeinsame Lernen und liefert dem Vertrieb Fakten zur gezielten Optimierung der Kundenprozesse.
Der Erfolg dieser Systemintegration lässt sich klar belegen, betont Satlog. Die Ersparnis von über 15 Prozent pro 100 Kilogramm Ladung basiert auf einem Vergleich repräsentativer Zeiträume, bei dem die erheblichen Kostensteigerungen für Personal, Diesel und Fahrzeugunterhalt seit Projektbeginn eingerechnet wurden. Der entscheidende Hebel sei jedoch nicht allein die Software, so die Unternehmen: Erst die langjährige Zusammenarbeit zwischen Satlog und Fripa sowie die konsequente Nutzung der gewonnenen Kennzahlen im Alltag würden diesen Erfolg nachhaltig machen.
aus: Zeitschrift FRISCHELOGISTIK, 24. Jahrgang, Ausgabe 4/2026, S. 13
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